Frauen in der Perimenopause haben ein erhöhtes Risiko für depressive Episoden — auch wenn sie nie zuvor depressiv waren. Was dahintersteckt.
Die Perimenopause ist ein Hochrisikovakuum für Depressionen. Studien zeigen, dass das Risiko, in dieser Phase eine depressive Episode zu entwickeln, zwei- bis dreifach erhöht ist — selbst bei Frauen ohne psychiatrische Vorgeschichte.
Der Zusammenhang ist biologisch: Östrogen reguliert die Serotonin-Wiederaufnahme und die Aktivität von Monoaminoxidasen. Wenn Östrogen stark schwankt oder sinkt, wird das Serotoninsystem destabilisiert.
Hinzu kommen psychosoziale Faktoren: Schlafmangel, Veränderungen der Identität und Rolle, körperliche Symptome, die das Selbstbild beeinflussen.
Nicht jede schlechte Phase ist eine klinische Depression. Eine depressive Episode umfasst mindestens zwei Wochen anhaltende Niedergeschlagenheit oder Interessenverlust, kombiniert mit weiteren Symptomen wie Schlafstörungen, Erschöpfung, Wertlosigkeitsgefühlen.
Wann sofort zur Ärztin: Wenn depressive Gedanken anhaltend sind, der Alltag nicht mehr funktioniert oder Suizidgedanken auftreten, ist sofortige professionelle Hilfe wichtig. Depression ist eine behandelbare Erkrankung — keine Schwäche.
Psychotherapie (vor allem kognitive Verhaltenstherapie) und Antidepressiva sind wirksam. Bei hormonell bedingter Depression kann auch eine Hormontherapie helfen — insbesondere in der Perimenopause. Die Kombination mehrerer Ansätze ist oft am wirksamsten.
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