Melatonin-Präparate sind beliebt — aber was sagt die Forschung zur Wirksamkeit bei menopausalen Schlafstörungen? Eine nüchterne Bestandsaufnahme.
Melatonin ist das bekannteste Schlafhormon — und Melatonin-Präparate sind in Drogerien und Apotheken omnipräsent. Aber helfen sie wirklich bei menopausalen Schlafproblemen?
Melatonin ist ein Hormon, das von der Zirbeldrüse bei Dunkelheit produziert wird. Es signalisiert dem Körper, dass es Zeit zum Schlafen ist — es macht müde, schläfert aber nicht ein. Melatonin ist ein Zeitgeber, kein Einschlafmittel.
Ja — die Melatoninproduktion nimmt mit dem Alter ab. Östrogen beeinflusst die Melatoninausschüttung, und Schlafstörungen in der Menopause gehen oft mit einem veränderten Melatonin-Rhythmus einher.
Melatonin ist wirksam für:
Weniger klar ist die Evidenz bei: hormonell bedingten Schlafstörungen durch Wechseljahre, Einschlafstörungen ohne Rhythmusstörung und Durchschlafproblemen.
Dosierung: Weniger ist mehr. 0,5–1 mg Melatonin etwa 30–60 Minuten vor dem Schlafengehen können helfen — höhere Dosen (5–10 mg) sind meist nicht wirksamer. Melatonin hat kein Abhängigkeitspotenzial.
Bei hormonell bedingten Schlafstörungen sind Schlafhygiene, CBT-I und gegebenenfalls eine Hormontherapie in der Regel wirksamer als Melatonin. Melatonin kann sinnvoll sein — aber als Ergänzung, nicht als Alleinlösung.
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