Östrogen ist viel mehr als ein Reproduktionshormon. Es beeinflusst Knochen, Herz, Gehirn, Haut und Stimmung — und erklärt, warum sein Fehlen so viel verändert.
Östrogen gilt als „das weibliche Hormon“ — doch das unterschätzt seine Bedeutung erheblich. Östrogen ist ein Systemhormon, das in fast jedem Gewebe des Körpers Rezeptoren hat und weitreichende Wirkungen entfaltet.
Östrogen unterstützt die Bildung von Serotonin und Dopamin — Neurotransmitter, die Stimmung, Motivation und Schlaf regulieren. Das erklärt, warum sinkende Östrogenspiegel mit Stimmungsveränderungen, Konzentrationsproblemen und Schlafstörungen einhergehen können.
Östrogen hemmt den Abbau von Knochengewebe. Ohne seinen schützenden Effekt beschleunigt sich der Knochenabbau in den ersten Jahren nach der Menopause erheblich — mit einem Verlust von bis zu 20 % der Knochendichte im ersten Jahrzehnt nach der Menopause.
Prämenopausal haben Frauen ein deutlich geringeres Herzerkrankungsrisiko als Männer. Nach der Menopause gleicht es sich an. Östrogen schützt die Blutgefäße, hält die Gefäßwände elastisch und reguliert den Cholesterinstoffwechsel günstig.
Kollagenproduktion, Feuchtigkeitsbindung und Wundheilung — all das wird durch Östrogen gefördert. Der rasche Kollagenabbau nach der Menopause erklärt, warum Haut in dieser Zeit schneller altert.
Östrogen ist kein Einzelspieler: Es wirkt immer im Zusammenspiel mit Progesteron, Testosteron und anderen Hormonen. Ein niedrigerer Östrogenspiegel allein erklärt nicht alles — das gesamte Hormonsystem muss betrachtet werden.
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